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Kreuzband

Beim fehlenden vorderen Kreuzband kommt es durch wiederkehrende Instabilitäten im Kniegelenk zu Meniskus- und Knorpelschäden, die die Entstehung einer Arthrose beschleunigen.
Mit einer arthroskopischen Kreuzbandrekonstruktion kann die Stabilität im Knie wiederhergestellt werden. Zusätzliche Schäden an Meniskus oder Knorpel können eventuell im selben operativen Eingriff versorgt werden.

Operationsmethoden:
  1. Oberschenkelbeugesehnen (Semitendinosus-/Gracilissehne): Hier werden eine bzw. zwei Sehnen der innenseitigen Oberschenkelbeugemuskulatur als Transplantat zwei bis vierfach zusammengelegt und ebenfalls in einen Tunnel eingezogen. Die Fixation erfolgt mit Schrauben und Stiften, die aus auflösbarem Material bestehen.
  2. Kniescheibensehnentransplantat: Hierfür wird das mittlere Drittel der Kniescheibensehne mit je einem kleinen Knochenstück von der Kniescheibe und dem Schienbeinknochen in einen Tunnel im knienahen Ober- und Unterschenkelknochen eingezogen, sodass es in der ursprünglichen Lage des Kreuzbandes zu liegen kommt. Die Fixation erfolgt mit auflösbaren Stiften oder mit Schrauben aus Titan bzw. Stahl.

Nachbehandlung
Während der Physiotherapie für mindestens 6 Wochen müssen die Muskeln des Beines und die Bewegung des Gelenkes wieder trainiert und die Rückkehr in den beruflichen Alltag und zum Sport angestrebt werden. Prinzipiell kann man bei optimaler muskulärer Situation nahezu jede Sportart ausüben. Eine postoperative Nachbehandlung mit einer Schiene ist im individuellen Fall mit dem Operateur zu besprechen.

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