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Ambulante Leistungen

  1. Paravertebrale Infiltrationen
  2. Epidurale Infiltrationen
  3. Facettengelenksblockaden
  4. medikamentöse Schmerztherapie

Epidurale Kortisoninfiltration
Die epidurale Kortisoninfiltration wird durchgeführt, um Rücken- bzw. ausstrahlende Kreuz- Beinschmerzen zu lindern. Die ist keine neue Methode. Schon 1952 wurde sie erstmals zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Heute ist die epidurale Kortisoninfiltration integraler Bestandteil des nichtchirurgischen Managements von Rückenschmerzen.

Die epidurale Infiltration bringt ein Kortisonpräparat direkt in den Epiduralraum. Dieser Raum liegt um die Rückenmarkshülle herum und ist mit Fettgewebe und kleinen Blutgefäßen ausgefüllt.

Die Indikationen der epiduralen Kortisoninfiltration sind Rückenschmerzen, welche von Bandscheibenvorfällen, degenerativen Bandscheibenerkrankungen und von Lumbalkanalsteneosen (Wirbelkanalenge) herrühren. Die Methode kann auch unterstützend zu einem physiotherapeutischen Programm eingesetzt werden.

Bei der Durchführung der Methode können Sie auf die außergewöhnliche Erfahrung von Ihren Ärzten von orthomedplus vertrauen. Diese Erfahrung begründet sich auf mehrere hundert epidurale Punktionen in den letzten Jahren. Die epidurale Infiltration wird üblicherweise im Sitzen, in manchen Fällen auch in Seitenlage durchgeführt. Hochsterile Vorgangsweise ist Selbstverständlichkeit. Die Punktion des Epiduralraums ist kaum schmerzhaft und erfolgt nach örtlicher Betäubung. Das ganze Procedere nimmt in etwa 15 Minuten in Anspruch.

Bei der Mehrzahl der Patienten führt die epidurale Kortisoninfiltration zu einer deutlichen Reduzierung der Schmerzen. Die Schmerzreduktion kann von wenigen Wochen bis zu vielen Monaten anhalten. Als Vorteil erweist sich dabei auch der Umstand, dass durch diese Schmerzreduktion ein physiotherapeutisches Programm möglich wird, welches zusätzlich zur Besserung der Beschwerden beiträgt.

Alle invasiven Verfahren in der Medizin sind mit einem Risiko verbunden. Generell ist das Risiko der epiduralen Kortisoninfiltration als sehr gering anzusehen.

Im Einzelnen handelt es sich hierbei um:
  • Infektionen an der Einstichstelle
  • Blutungen
  • Nervenverletzungen
  • Kopfschmerzen

Die Nebenwirkungen des Kortisons sind im Allgemeinen geringer als bei täglicher Einnahme in Tablettenform. Diese können sein:
  • Vorübergehende Schwächung der Immunabwehr
  • Erhöhung des Blutzuckers
  • Magenbeschwerden
  • Appetitsteigerung
  • Hitzegefühl, Wallungen, Gesichtsrötung

Es gibt keine definitiven Daten, die eine bestimmte Anzahl von Infiltrationen empfehlen würden. Normalerweise werden aber nicht mehr als drei bis vier epidurale Infiltrationen pro Jahr durchgeführt.

Knieschmerz
Morbus Osgood Schlatter
(=Osteochondrosis deformans juvenilis der Tuberositas tibiae)
Aufgrund eines Ungleichgewichtes zwischen Wachstum und Reifung an der Einmündung der Kniescheibensehne (Ligamentum patellae, Patellasehne) in den Schienbeinkopf (Tuberositas tibiae) kommt es zu einer Ossifikationsverzögerung (Verzögerung der Verknöcherung) mit einer Vorwölbung der Tuberositas oder auch Auslösung von freien Knochenpartikeln. Die Ursache dieser Störung ist eine mechanische Überlastung. Manchmal kann eine Prominenz der Tuberositas tibiae zurückbleiben oder auch freie Ossikel (Verkalkungen) unter dem Lig. patellae entstehen.

Epidemiologie
Vermehrt bei jungen Buben mit mehr oder weniger sportlicher Belastung im Alter zwischen 10 und 16 Jahren.

Symptome
Diskreter Ruheschmerz und ein starker Belastungsschmerz z.B. Treppensteigen und bei oder nach sportlicher Aktivität (Laufen, Springen, Fußball) im Bereich der Tuberositas tibiae. Typisch ist eine druckschmerzhafte, gerötete Schwellung über dem Ansatzbereich der Patellasehne.

Diagnostik
Anamnese
Alter, Geschlecht des Patienten sowie sportliche Aktivität.

Untersuchung
Druckdolente, teilweise gerötete Schwellung, manchmal Prominenz der Tuberositas mit Schmerzverstärkung bei der Streckung des Kniegelenkes gegen Widerstand.

Röntgen
Röntgenaufnahmen des Kniegelenkes in zwei Ebenen. In der seitlichen Aufnahme zeigen sich zunächst Strukturauflockerungen im Bereich der Tuberositas, später können auch Fragmentationen der Tibiaapophyse gesehen werden.

Therapie
Konservativ
  1. Entlastung des betroffenen Kniegelenkes
  2. Im Frühstadium Schulsportbefreiung
  3. bei fortgeschrittenen Veränderungen jedoch auch die Gipsruhigstellung
  4. Entlastung mit Unterarmgehstützen bis Schmerzfreiheit

Operativ
Die operative Therapie ist beim M. Osgood-Schlatter nur äußerst selten angezeigt.
  1. Verschraubung der persistierenden Apophyse im höheren Alter (im Wachstumsalter Gefahr des frühzeitigen Verschlusses des ventralen Anteils der proximalen Tibiaepiphyse mit konsekutivem Genu recurvatum kontraindiziert)
  2. Ossikelentfernung

Rehabilitation
Aufgrund der hohen Spontanheilungsrate ist in den meisten Fällen eine partielle Sportkarenz (Sport nur bei Schmerzfreiheit) ausreichend. Die Schmerzen können jedoch bei erneuter Knieüberlastung wieder auftreten.
Ambulante Leistungen